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Telfs | Sport | 20. September 2022 | Alex Dosch

Nach dem Derby ist vor dem Derby

Nach dem Derby ist vor dem Derby<br />
Für Philipp Viertler (rechts) und seine Telfer setzte es in Mötz eine durchaus vermeidbare 1:2-Niederlage.
Foto: sportszene.tirol
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Nach der Niederlage in Mötz wartet mit dem Hit gegen Imst das nächste Prestigeduell – Kampf um Top-Sieben spitzt sich zu

Das Rennen um einen der so heiß begehrten Plätze in der Regionalliga West – nur die ersten Sieben qualifizieren sich für die RLW-Saison 2023/24 – biegt auf die Zielgerade ein. Kufstein und Schwaz scheinen vorne weg zu marschieren. Hall hat bereits den Anschluss verloren. Aber dazwischen tobt ein heftiger Kampf. Auch die beiden „ewigen Rivalen“ Telfs und Imst sind mittendrin.
Von Alex Dosch

SV TELFS – SC IMST, Sonntag, 25. September, 17.00. Demzufolge gilt wohl für beide, allen voran aber für Telfs, die Devise „verlieren verboten“. Vor 56 Tagen standen sich beide Teams letztmals gegenüber, holte Telfs nach 2:4-Rückstand noch ein 4:4-Remis. „Imst hat eine der besten Offensiven der Liga. Dementsprechend wird es ein ganz heißer Kampf“, ist sich Telfs-Trainer Werner Rott nicht ganz sicher, was seine Mannschaft am Sonntag erwartet. „Wahrscheinlich wird gegen uns schon der neue Trainer auf der Bank sitzen. Und da weiß man dann nie genau, wie er es anlegt.“

Die Spielanlage seiner Mannschaft beim Derby in Mötz war von Beginn an klar. Aus einer kompakten Defensive heraus immer wieder Nadelstiche setzen, lautete der Matchplan. Ein Plan, der früh aufzugehen schien. Denn Silz/Mötz-Goalie David Stöckl holte Michael Augustin regelwidrig von den Beinen. Klares Foul: Nur die Frage, ob außerhalb oder innerhalb des Strafraums, schien sich zu stellen. Zumindest für einen Großteils des Publikums. Weniger für den sichtlich überforderten Schiedsrichter Christoph Schiefer. Der sah die Situation anders – ließ weiterspielen. Auch bei der Entstehung des Freistoßes, der zum 1:0 für die Gastgeber führte, agierte der Unparteiische unverständlich. „Wenn es überhaupt einen Körperkontakt gegeben hat, dann muss er auf Foul für uns entscheiden“, wollte Rott zum Thema Schiedsrichter wenig sagen. „Das waren ja nicht die einzigen Situationen, die er gegen uns entschieden hat. Er hat etwa viele taktische Fouls nicht geahndet. Aber Jammern nützt ja ohnehin nicht“, richtete der Telfs-Coach den Fokus schnell wieder auf das Geschehen am grünen Rasen. „Wir haben gewusst, dass Silz speziell bei Standards gefährlich ist. Deshalb wollten wir genau solche Situationen wie jene die zum 1:0 führte, vermeiden.“

Auch der Treffer zum zwischenzeitlichen 0:2 war aus Telfer Sicht vermeidbar. „Da haben wir ganz schlecht verschoben. Das darf einfach nicht passieren, dass wir auf der Seite plötzlich in Unterzahl sind. Das ist uns ja nicht nur einmal passiert.“ Nicht das einzige Manko, das der „Ober-Säbelzahntiger“ ausmachte. „Wir hatten auch viel zu kurze Ballbesitzphasen. Das ist derzeit überhaupt unsere größte Schwäche. Dafür haben wir, im Gegensatz zu Silz, aber auch nicht die entsprechenden Spielertypen. Und der letzte Pass ist dann halt auch viel zu selten gekommen.“ Und kam das Zuspiel dann einmal in die Box, fehlte der entsprechende Abnehmer. Auch, weil mit Julius Perstaller die personifizierte Torgefahr ob muskulärer Probleme wohl noch mehrere Wochen ausfällt. „Jetzt müssen wir einfach schauen, dass wir irgendwie über die Runden kommen und unter den ersten Sieben blieben“, so Rott.

Die Spiele der 11. Runde: Silz/Mötz – Telfs 2:1 (2:0). Tore: Plattner (21.), Stoppacher (35.); S. Ribis (86.). Imst – Fügen 7:2 (3:2), Kufstein – Tirol Amateure 2:0 (0:0), Wörgl – Kundl 0:2 (0:1), Schwaz – Reichenau 2:2 (1:0), Kitzbühel – Hall am Dienstag nach Red. Schluss.

Die Spiele der 10. Runde: Reichenau – Telfs 2:0 (1:0). Tore: Kleinlercher (9.), Wibmer (78. Elfmeter). Kufstein – Silz/Mötz 2:1 (2:1), Wörgl – Imst 2:1 (0:1), Hall – Kundl 1:0 (0:0), Tirol Amateure – Kitzbühel 1:2 (0:1), Fügen – Schwaz 1:2 (1:0).
Nach dem Derby ist vor dem Derby<br />
Diese Szene, das vermeintliche Elferfoul an Michael Augustin, erhitzte die Gemüter. Foto: sportszene.tirol
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