Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Rosa-rotes Schweinchen hält Kaufkraft im Ort

„Telfer Gutsch(w)ein“: Durch den Einkaufsgutschein konnte bereits über eine halbe Million Euro Umsatz generiert werden

„Unsere Bemühungen und die Investitionen rund um den Telfer Ortskern tragen Früchte“, zeigt sich Wirtschaftsausschussobmann GR Alexander Schatz begeistert und ist überzeugt: „Wir haben den ‚turn around‘ geschafft und dem Zentrum wieder mehr Leben eingehaucht. Wir befinden uns auf einem guten Weg.“ Geschuldet sei dies unter anderem der neuen Begegnungszone, dem Monatsmarkt, dem „Telfer Aperitif“, der „ARGE Region Telfs Marketing“ und nicht zuletzt der Einführung des „Telfer Gutsch(w)eins“. Das rosa-rote Schweinchen sei laut Schatz „sauguat“ für die Kaufkraft im Ort.
31. Oktober 2022 | von Beatrice Hackl
Rosa-rotes Schweinchen hält Kaufkraft im Ort
Bgm. Christian Härting und Wirtschaftsreferent Alexander Schatz freuen sich über die Erfolgsgeschichte rund um das rosa-rote „Telfer Gutsch(w)ein“. Es hält die Kaufkraft im Ort und sorgt für ein erfreuliches Wachstum. RS-Foto: Hackl
Von Beatrice Hackl

Es hat sich bewährt, das „Telfer Gutsch(w)ein“, das 2020 gemeinsam von der Marktgemeinde Telfs, der Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft und dem Inntalcenter ins Leben gerufen wurde. Bis Mitte Oktober wurden rund 55.800 rosa-rote Schweinchen ausgegeben, wodurch mehr als 560.000 Euro Umsatz generiert werden konnten. Kürzlich ließen die Initiatoren 10.000 Stück nachdrucken. „Vor dem ‚Gutsch(w)ein‘ gab es in Telfs kein einheitliches Gutscheinsystem. Auch die Kaufmannschaft setzt nun auf diese Einheitslösung und hat das eigene Gutscheinsystem längst eingestellt. Das rosa-rote Bargeldäquivalent wird von Privatpersonen und Firmen gleichermaßen als Geschenkidee angenommen. Und auch die Gemeinde greift bei Preisverleihungen und bei der Förderung des Klimatickets auf das Gutscheinsystem zurück“, informiert Schatz.

Fußgängerzone ab März 2023. Die autofreien Wochenenden in den Sommermonaten kommen laut Schatz gut an und nun gehe man den nächsten Schritt: Aktuell sei ein Gutachten für eine dauerhafte Fußgängerzone in Arbeit. „Am Donnerstag, dem 10. November findet ein Info-Abend für Anrainer und Unternehmer statt. Wir betrachten die Fußgängerzone als ein Gemeinschaftsprojekt, ohne Nachteile. Deshalb gilt es im Rahmen des Info-Abends unter anderem entsprechende Lösungen für Anlieferungen und dergleichen zu finden. Wer den Verkehr im Zentrum beobachtet, wird feststellen, dass es sich – laut Nummerntafeln – größtenteils um einen Durchzugsverkehr Richtung Fernpass handelt. Dieser hat keine positiven Auswirkungen auf unsere heimischen Betriebe. Es spricht also nichts dagegen, den Verkehr aus der Begegnungszone bzw. von der ‚Hohen Munde‘ bis zum Apothekerhaus zu verbannen. Wir gehen davon aus, dass wir die Fußgängerzone im März 2023 auf Schiene bringen können“, berichtet der Wirtschaftsausschussobmann.

Gastro ist Zukunft von Ortszentrum. „Mit der Sperre für den Verkehr ist es allerdings nicht getan. Wir müssen das Zentrum weiterhin mit Leben füllen und können dahingehend auch schon einiges vorweisen. Ich bin davon überzeugt, dass die Belebung von Ortskernen auf der Ansiedelung von Gastrobetrieben beruht“, unterstreicht GV Schatz. Der Monatsmarkt lockt je nach Wetter zwischen 500 und 1.000 Besucher ins Telfer Zentrum. Im kommenden Jahr wird das Format leicht abgeändert. So werden die Standler beispielsweise nicht mehr um 8, sondern erst um 9 Uhr öffnen. „Die wichtigere Änderung besteht aber darin, dass es künftig keinen eigenen Gastrobereich mit externen Gastronomen mehr geben wird. Wir wollen den Markt mit den hier ansässigen Betrieben ergänzen. Sie sollen das Geschäft machen“, erklärt Schatz, der zugleich versichert, dass das Musikprogramm wie gewohnt erhalten bleibt. „Der ‚Telfer Aperitif‘ findet jeden dritten Samstag im Monat statt. Dabei wird die Begegnungszone bis zum Inntalcenter im 20-Minutentakt mit Gauklern, Zauberern und Musik bespielt. „Das 2021 ins Leben gerufene Format wird gut angenommen und wird Bestand haben. Wir wollen lediglich kleinere Adaptierungen vornehmen. Voraussichtlich wird ein Gastro-Stammtisch eingeführt, der Aperitif soll von Samstag auf Freitag vorverlegt werden und zeitlich bis 21 Uhr verlängert werden. Die Live-Musik bleibt, allerdings hoffen wir darauf, künftig enger mit Telfer Künstlern zusammenzuarbeiten“, erläutert Wirtschaftsreferent Schatz abschließend und wirft noch einen weiteren Blick in die Zukunft: Die nächste Info-Kampagne der Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft holt 2023 die Stärken von Protagonisten aus der heimischen Kunst- und Kulturszene – abseits von den ‚Tiroler Volksschausspielen‘ – vor den Vorhang.
Rosa-rotes Schweinchen hält Kaufkraft im Ort
Das Telfer Ortszentrum soll ab März 2023 zur Fußgängerzone werden. Foto: MGTelfs/Pichler

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