Vertiefende Gespräche

Mit zwei Projektentwicklern finden derzeit vertiefende Gespräche bezüglich eines Nachnutzungsprojektes für das ehemalige Billa-Areal in Bruggen statt. RS-Foto: Tiefenbacher

Nutzung für Ex-Billa-Areal in Bruggen gesucht

 

Im nächsten Jahr soll ein Nachnutzungsprojekt für das ehemalige Billa-Areal in Landeck-Bruggen umgesetzt werden. Mit zwei Projektentwicklern finden derzeit vertiefende Gespräche statt.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

2011 übersiedelte die Landecker Billa-Filiale von der Kreuzgasse in die Bruggfeldstraße. Seither wird das 5473 m2 große Areal (samt Gebäude) nicht seinen Möglichkeiten entsprechend genutzt. Es schlummert vor sich hin und wartet auf „bessere Zeiten“. Vor gut drei Jahren kaufte die Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft (PSG), an der die Gemeinden Landeck und Zams sowie die Raiffeisenbank Oberland (RBO) beteiligt sind, diese Liegenschaft. Kostenpunkt: knapp 1,8 Mio. Euro. Der gewünschten Entwicklung konnte die erworbene Fläche bisher nicht zugeführt werden. Anfänglich wurde die Errichtung eines Uni-Campus ins Auge gefasst. Daraus wurde nichts: Die Stadt Landeck fand bei den Universitäts-, Landes- und Bundesverantwortlichen kein Gehör. Für die universitären Bachelor- und Masterstudiengänge wurden mit Unterstützung des Landes Tirol längerfristig Räumlichkeiten in MPreis-Gebäuden in Bruggen angemietet. Folglich musste sich die Stadtgemeinde Landeck entscheiden, ob sie das ehemalige Billa-Areal kauft oder nicht. Sie hat für den Erwerb abgewunken. Das war im Dezember 2018. Daraufhin war man sich in der PSG einig, dass es eine rasche Weichenstellung in Richtung „gewerbliche Nutzung des Areals“ geben soll. Mit der Entscheidungsaufbereitung wurde der Geschäftsführer des Standortzentrums Landeck-Zams Mag. Marco Fehr beauftragt. Zeitlimit wurde keines definitiv gesetzt.

 

ZWEI PROJEKTENTWICKLER. Fehr lud im Zuge einer Ausschreibung Projektentwickler ein, sich unter Berücksichtigung der vorgegebenen Rahmenbedingungen (gewerbliche Nutzung der Fläche) zur Nachnutzung Gedanken zu machen und ein Angebot abzugeben. Die Grundüberlegungen zu den Rahmenbedingungen sind folgende: Es soll die vorhandene Angebotslücke in Gewerbe und Handwerk in der Region geschlossen werden und gleichzeitig sollen neue Arbeitsplätze entstehen. Die RUNDSCHAU fragte bei Marco Fehr nach, wie weit es seitdem gediehen ist. Fehr sagte, dass zwei Angebote eingegangen seien. Mit den zwei Projektentwicklern sei man, so GF Fehr, in vertiefende Gespräche eingetreten, um eine Entscheidung treffen zu können. „Die entsprechende Umsetzung wird nächstes Jahr erfolgen“, erklärte Fehr.

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