Wettergott hatte Einsehen

Die vier Sieger des Tages hießen Reik Lilly (GER, Damen Ski), Goris Koen (BEL, Herren Board), Isabel Bolli (SUI, Damen Board) und Frederik Eiter (AUT, Herren Ski) (v.l.) RS-Foto: Burger

Wild-Face-Hauptrennen verschob sich um einen Tag

Zum elften Pitztal Wild Face lud das hintere Pitztal die waghalsigsten Fahrer aus der ganzen Welt ein, um sich mit den einheimischen Spitzen zu messen. Nach gelungener Qualifikation als Auftakt bangte man wettertechnisch um das Hauptrennen.

Von Mel Burger

Schon wie im vergangenen Jahr sorgten sich die Veranstalter wegen der Wetterverschlechterung um die Austragung der gesamten Veranstaltung. Wie gut organisiert und vorbereitet das Wild-Face-Team und die Helfer des TVB Pitztal jedoch sind, bewiesen die Mädels und Jungs bereits am Freitag vergangener Woche, als trotz bedecktem Himmel die Qualifikation das Rennen grandios einläutete. Trotz leichtem Teilnehmerrückgang war die Stimmung im Zielraum schon vor Start ausgelassen und die verschiedensten Sprachen feuerten ihre Landsleute beim kräftezehrenden Endspurt über die Ziellinie an. Von fast 100 Startern aus Österreich, Deutschland, Dänemark, England, Tschechei, Schweden, der Schweiz, Belgien und Litauen schafften es 60 in die Aufstellung für das Hauptrennen, das wie gewohnt vom Mittagskogel bis zur Talstation der Riffelseebahn führte.

Hauptrennen

Da sich die Wetterlage auf Samstag verschlechterte und sogar Schneefall einsetzte, wurde das Hauptrennen aus sicherheitstechnischen Gründen ausgesetzt. Dank der Wetterbesserung sowie dem bestens vorbereiteten Team des Pitztal Wild Face und des TVBs konnte der Lauf um die Stockerlplätze auf Sonntag verschoben werden. Neben den Qualifizierten bekamen die vorjährigen Platzierten wie gewohnt ihren Startplatz und füllten so das Starterfeld auf 70 Personen auf, die bereits gegen 10 Uhr die Auffahrt und den Fußmarsch bis zum Start bei bestem Sonnenschein entgegentraten. Pünktlich um 12 Uhr startete der spektakuläre Lauf über den majestätischen, tief verschneiten Hang des Mittagskogels.

Höhepunkt

Auch auf der Strecke war das Team des Veranstalters vertreten und stellte neben Beobachtungsposten auch Helfer für Notfälle auf. War der Hang eine Herausforderung sowie ein Genuss für jeden erfahrenen Fahrer, so wurde der Endspurt bis zum Ziel eine konditionelle Aufgabe. Vor allem für Läufer, die nicht genug Schwung vom Hang mitbrachten, bedeutete das flachabfallende Stück das Mobilisieren ihrer letzten Energiereserven. Im Anschluss belohnte der Veranstalter die Sieger der verschiedenen Kategorien, wie Snowboarder und Skifahrer, mit Trophäen und Geschenken der Sponsoren. Viele Teilnehmer wollen bereits nächstes Jahr wieder mit dabei sein und sind neben der großartigen Gastfreundlichkeit von dem vielfältigen Sportangebot des Pitztals mit seinen einzigartigen Events begeistert.

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