Wildbach vor Schutzwald

Landesforstdirektor DI Josef Fuchs, LH-Stv Josef Geisler, DI Markus Federspiel (Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft) und DI Gebhard Walter (Leiter Sektion Tirol der WLV; v. l.). Foto: Die Fotografen

9,8 Millionen Euro für den Schutz vor Naturgefahren im Bezirk Landeck

 

In den Schutz vor Naturgefahren im Bezirk fließen heuer knapp zehn Millionen Euro. Wildbäche und Schutzwald verlangen deutlich höhere Investitionen als Lawinen.

 

Von Daniel Haueis

 

Mehr als 76 Millionen Euro werden heuer in Tirol ausgegeben, um das Land vor Lawinen, Murenabgängen, Steinschlägen, Überflutungen u. ä. bestmöglich zu schützen. Landeck mit 9,755 Millionen Euro ist keineswegs der Spitzenreiter: In Schwaz (10), Kitzbühel (10,6) und Lienz (16,3 Millionen – es gab massive Waldschäden) wird teils deutlich mehr investiert. Der Großteil ist in Tirol für den Schutz vor Wildbächen vorgesehen – auch im Bezirk Landeck, wo mit 3,4 Millionen gut ein Drittel der Gesamtsumme in diesem Bereich investiert wird. Die Schutzwalderhaltung macht 2,9 Millionen Euro aus, während der bereits gute Lawinenschutz heuer mit 1,5 Millionen Euro dotiert ist. 1 Million fließt in den Schutz vor Tal-/Hauptgewässern, 875.000 Euro sind für Erosions- und Steinschlagschutz vorgesehen. Die Mittel kommen vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Land Tirol und den beteiligten Gemeinden.

 

SICHERHEIT IMMER RELATIV. „Wir haben in Tirol eine äußerst hohes Schutzniveau – das haben die Naturereignisse im vergangenen Jahr, aber auch die Schneesituation Anfang des heurigen Jahres einmal mehr gezeigt. Bestätigt hat sich auch, dass die Gefahrenzonenplanung in Tirol sehr exakt ist“, sagt LH-Stv. Josef Geisler, der aber auch darauf hinweist, dass es 100-prozentigen Schutz in einem Land wie Tirol nie geben werde. Profitieren werde Tirol jedenfalls von dem von BM Elisabeth Köstinger aufgelegten Sonderprogramm Lawinenschutz, das mit zusätzlich 45 Millionen Euro für vier Jahre dotiert ist.