Wo die Senioren im Mittelpunkt stehen

Für das Senioren-Wohl: Bgm. Georg Hörtnagl (Unterperfuss), Bgm. Georg Dornauer (Sellrain), Bgm. Johanna Obojes-Rubatscher (Oberperfuss), Bgm. Martin Haselwanter (Gries), Pflegedienstleiterin Tamara Falkner, Heimleiter Hans Schermer, Bgm. Anton Schiffmann (St. Sigmund), Bgm. Rudolf Häusler (Kematen), Diplom-Sozialbetreuer Nikolaus Gutleben. RS-Foto: Schnöll

Qualität statt Quantität: „Seniorenheim Teresa“ in Unterperfuss wurde um 2,9 Millionen Euro modernisiert und erweitert

Rund 2,9 Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten in das „Seniorenheim Teresa“ in Unterperfuss investiert. Von der Investitionssumme steuerte das Land Tirol 1,4 Millionen Euro bei. Bürgermeister Rudolf Häusler, der Obmann der sieben Verbandsgemeinden Kematen, Oberperfuss, Unterperfuss, Ranggen, Sellrain, Gries und St. Sigmund, spricht von einem Projekt, das tirolweit ein Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit ist. Beim Ausbau des „Seniorenheimes Teresa“ wurde bewusst auf Wohnqualität und nicht auf Bettenquantität gesetzt. 

Die Bewohner des „Seniorenheimes Teresa“ sollen sich rundum wohlfühlen. So will es die Heimleitung und so wollen es auch die Bürgermeister der sieben Verbandsgemeinden. „Mit dem Umbau und der Erweiterung hat sich die Betreuungsqualität in unserem Haus deutlich verbessert. Davon profitieren unsere Heimbewohner und unsere Beschäftigten sowie auch die Besucher“, sagt Heimleiter Hans Schermer. Vor allem die fünf Wohnküchen, die im neuen Trakt untergebracht sind, geben den alten Menschen ein großes Stück Selbstwertgefühl zurück. „Sie können sich in den Wohnküchen selbst kleine Mahlzeiten zubereiten oder gemeinsam Kuchen backen,  dabei plaudern und sich so fühlen, als wären sie zuhause“, weiß Pflegedienstleiterin Tamara Falkner. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Essenszeiten flexibler gestaltet werden können. Investiert wurde auch in die Erweiterung des Heimcafés, des Küchenbereiches, des Veranstaltungsraumes, der Wäscherei und der Umkleiden. Zudem wurde der Verwaltungsbereich adapitiert.

„DEMENZGARTEN“. Derzeit sind im „Seniorenheim Teresa“ 73 Betten vorhanden, zwei davon sind Kurzzeitpflegebetten. „Uns war wichtig in die Qualität des Pflegeheimes und nicht in die Quantität zu investieren“, erklärt Verbandsobmann Rudolf Häusler. Die Oberperfer Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher, die mit  großem Engagement am Moderniesrungsprojekt mitgearbeitet hat, ergänzt, dass bei Bedarf die Bettenanzahl erhöht werden könnte. Georg Hörtnagl, der Bürgermeister der Standortgemeinde Unterperfuss, fügt hinzu: „Voraussetzung für die Erweiterung des Seniorenheimes  war der Grundankauf im Süden des Heimareals. Mich freut es sehr, dass wir unseren Heimbewohnern nun ein Seniorenheim mit viel Wohnqualität bieten können!“ Auf dem angekauften Grundstück wurde ein so genannter „Demenzgarten“ mit Rundwegen und Hochbeeten angelegt, der von den Heimbewohnern bestens angenommen und liebevoll mitgepflegt wird.

PERSONALMANGEL. Auf die Frage nach dem derzeitigen Personalstand im „Seniorenheim Teresa“ erklärt Heimleiter Hans Schermer, dass im Heim 80 Menschen, 60 davon im Pflegebereich, beschäftigt sind. „Wie überall in Tirol herrscht auch bei uns ein Personalmangel, vor allem beim diplomierten Personal!“ Kematens Bürgermeister Rudolf Häusler berichtet, dass man künftig bei der Kurzzeit- und Übergangspflege auch den „Sozial- und Gesundheitssprengel an der Melach“, der jetzt schon ca. 200 Menschen betreut, einbinden will. Zudem soll das Seniorenheim in den Verbandsgemeinden verstärkt präsentiert werden. Man will damit den alten Menschen die Angst vor einem Seniorenheim nehmen. Unterstützt wird das Pflegepersonal im „Seniorenheim Teresa“ derzeit von 30 Ehrenamtlichen aus den Verbandsgemeinden. „Jeder Ehrenamtliche, der die entsprechende Voraussetzung dafür mitbringt, ist willkommen. Unser Diplom-Sozialberater Nikolaus Gutleben führt gerne ein persönliches Gespräch“, so Schermer.