Auf zum Charitylauf!

Alfreda Sturm und Lukas Ginther arbeiten gemeinsam für die gute Sache. RS-Foto: Weber

Gemeinsam für sich und andere etwas Gutes tun

Alfreda Sturm und Lukas Ginther nahmen sich gerne Zeit für ein Gespräch mit der RUNDSCHAU.

Michaela Weber

Sie genießt die Pension, er ist Heizungs- und Sanitärtechniker bei der Firma Stolz und steckt gerade im Hausbau. Auf den ersten Blick könnte man vielleicht eine Mutter- -Sohn-Beziehung vermuten. Ihre Verbindung ist jedoch eine ganz andere. Beide sorgen dafür, dass Menschen, die durch Krankheit, Unfall oder einen anderen Schicksalsschlag in Bedrängnis gekommen sind, finanziell unterstützt werden.
Alfreda war viele Jahre als Diplomkrankenschwester tätig. Der Verein „Mensch in Not“ wurde 2014 von Peter Mittermayr (Schulleiter der Krankenpflegeschule) initiiert. Bedienstete der Krankenpflegeschule, des „Haus Ehrenberg“ und des Krankenhauses sind im Team des Vereins. Seit April 2019 ist Alfreda Obfrau des Vereins. Dreh- und Angelpunkt ist das Krankenhaus, hier kommen die Geschichten der Menschen zum Vorschein. Denn es passiert kaum, dass Betroffene selbst um Hilfe bitten, ja sogar annehmen. „Am wichtigsten ist die Anonymität und, dass es schnell geht. Die Unterstützung wird von drei Vorstandsmitgliedern besprochen und dann das Geld überwiesen“, so die Obfrau.
„Laufen um zu helfen“ hat eine persönliche Geschichte. Die Motivation, eine Charity-Laufveranstaltung zu organisieren, kam Lukas Ginther. Sein Freund Stefan und er waren mit dem Team des Sportvereins Elmen mit der Planung des 1. Naturparklaufs beschäftigt. „Wir hatten im Herbst 2015 eine Vorstandssitzung, in der es um den Naturparklauf ging. Ein gemütlicher Abend mit Freunden. Am Tag danach passierte Stefan der folgenschwere Arbeitsunfall. Von einem auf den anderen Moment war nichts mehr wie vorher. Die Monate danach geschah erst einmal nichts. Der Schock lähmte alles, Lenz´s Gesundheitszustand war nicht einzuschätzen“, erzählt Lukas. Irgendwann kam dann die zündende Idee für „Laufen um zu helfen“. Lukas freut sich, dass „Laufen um zu helfen“ heuer in die vierte Runde geht. Trotz seiner Einschränkungen arbeitet Stefan Lorenz aktiv mit. Mit der Fertigung der Medaillen für die Teilnehmer des Laufs trägt er sogar einen Hauptteil mit. „Ich bin Teil von „Laufen um zu helfen“, sagte Stefan in einem Interview der RUNDSCHAU.
Die Freundschaft zwischen Lukas und Stefan ist noch intensiver geworden. Gemeinsam haben sie seit seinem Unfall bei verschiedensten Laufveranstaltungen teilgenommen. „Das Gemeinschaftsgefühl beflügelt ungemein und treibt zu Höchstleis-tungen an“, erzählt Lukas über ihren Lauf beim „Wings for life“.

Tombola.

Skifahrer Johannes Strolz unterstützt „Laufen um zu helfen“ und hat tolle Preise für die Tombola zur Verfügung gestellt. Eine Original-ÖSV-Kaderbekleidung und ein Topski gibt es neben anderen tollen Preisen zu gewinnen.

Motivieren.

Das nächste Mal findet „Laufen um zu helfen“ am 5. Oktober 2019 im Rahmen des Lechtaler Naturparklaufs in Elmen statt. Die helfende Laufgemeinschaft soll weiterwachsen. Am besten gleich Familie, Arbeits- und Vereinskollegen, Freunde, Schulkollegen anmelden und mitmachen. Einen gemeinsamen Nachmittag verbringen und dabei noch Gutes tun. Mitmachen kann wirklich jeder, denn es ist egal, ob man läuft, rollt, geht oder gemütlich spaziert. Die Startgelder aus „Laufen um zu helfen“ kommen dem Verein „Mensch in Not“ zugute.

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