Christoph Gobber sitzt fest im Sattel

Christoph Gobber (im Bild rechts) absolvierte zwei anspruchsvolle Rennen und zeigte eine ansprechende Leistung. Fotos: Gobber

Die Leistung passt – aber da geht noch mehr

Sein Rennkalender ist gut gefüllt. Christoph Gobber spult fleißig Kilometer für Kilometer und Höhenmeter für Höhenmeter runter. Die Leistungskurve zeigt eine gute Tendenz, Athlet und Trainer sind zufrieden. Beide wissen aber, es geht noch mehr und darauf arbeiten sie hin.

Am Freitag, dem 8. Juni, startete Christoph Gobber beim Bergrennen von Ötz aufs Haiminger Sattele.
Die Streckenlänge betrug bei diesem Rennen 12,2 Kilometer, knapp 1000 Höhenmeter galt es zu überwinden. „Mir war die Strecke bereits vom letztem Jahr bekannt. Heuer war es sehr heiß (knapp 30 Grad um 18 Uhr), daher waren die Karten neu gemischt. Ich fühlte mich recht gut und hatte auch einen guten Druck auf dem Pedal. Dennoch benötigte ich einige Zeit, um einen guten Rythmus zu finden, was vielleicht an der unrhythmischen Beschaffenheit der Steigung lag. Ca. fünf bis sechs Kilometer vor dem Ziel wollte ich dann etwas zu viel. Zusammen mit Roman Wienicke versuchte ich, die Lücke zu den Vordermännern zu schließen – was uns auch gelang. Allerdings machte ich das mit einem enorm großen Kraftaufwand, was ich dann bitter büßen sollte. Als der Anschluss wieder hergestellt war, erfolgte die Attacke von den Gegnern und ich hatte keine Chance mehr zu folgen“, schildert Christoph Gobber den Rennverlauf und erzählt weiter: „500 Meter vor dem Ziel versuchte ich es dann noch einmal und wollte den mittlerweile von hinten angerollten Gegner loswerden. Ich attackierte, die Lücke ging auf, aber leider konnte ich es nicht bis ins Ziel durchziehen. Ich musste mich mit einem 4. Rang in der allgemeinen Herrenklasse begnügen. Ich habe aber alles gegeben und konnte mir nichts vorwerfen“, findet er versöhnliche Worte für sein Abschneiden.

In den Dolomiten.

Jetzt hieß es, dieses Rennen schnell abhaken, denn der Fokus war bereits zwei Tage später auf das Rennen in Lienz gerichtet.
Dort wurde am Sonntag, 9. Juni, die 32. Dolomitenradrundfahrt ausgetragen. Also ging es für Christoph Gobber direkt von Ötz nach Osttirol. Die Strecke dort umfasste 112 Kilometer und forderte die Radsportler mit 1800 Höhenmetern. Rennstart war um 9.30 Uhr. „Zunächst ging es 20 km mit ca. 40 km/h dahin. Leider kam es dann zu einem Massensturz, an dem ich nur hauchdünn vorbeikam. Ich hatte Glück und konnte mich noch aus einem Pedal lösen und so auf dem Rad bleiben. Es folgte der erste Anstieg über den Gailbergsattel, den wir sehr zügig gefahren sind. Nach der Abfahrt war der zweite Anstieg nach Obertilliach und auf den Kartitscher Sattel zu bewältigen. Da sind über 40 km/h bergauf, nur manchmal unterbrochen durch Mini-Abfahrten. Der Anstieg wurde mit der Zeit sehr kräftezehrend und ich war froh, endlich die Kuppe erreicht zu haben. Angekommen im Tal, ging es die letzten Kilometer mit 40 bis 50 km/h Richtung Lienz. Ich konnte das Rennen mit dem 23. Platz in meiner Altersklasse beenden. Optimistisch stimmt mich, dass nur fünf Fahrer vor mir waren, die entweder gleich alt oder jünger als ich sind“, so Christoph Gobbers Rennbericht

Fazit.

„Mein Trainer Thomas ist zufrieden und ich bin’s auch! Natürlich will ich/wollen wir besser werden, aber ich brauche Zeit und diese habe ich auch noch!“, schließt er zufrieden mit dem Rennwochenende ab.

Trainingslager
Jürgen Pichler, Matthias Kuhn und Christoph Gobber (v.l.) beim Trainingslager in Südtirol. Foto: Gobber

Christoph Gobber konnte bei einem Trainingslager in Südtirol weiter an seiner Form feilen. „Unser Trainer Thomas Steurer hat alles geplant und war selbst auch mit dem Rennrad dabei. Auf dem Plan standen viele, viele Pässe. Zum Beispiel der Falzarego Pass, der Staller Sattel, die Pustertaler Höhenstraße oder der sehr steile Furkelpass. Highlight war sicherlich der Anstieg zur Auronzohütte, wo sich 2013 auch eine Bergankunft des Giro d‘Italia befand. Ein super Trainingslager, das sehr viel Spaß gemacht hat und perfekt für meinen Aufbau ist. Leider hatte ich auch einen Trainingssturz, bei dem aber alles noch einmal gut gegangen ist“, schildert Christoph seine Eindrücke.