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Imst | Chronik | 17. Jänner 2023 | Martin Grüneis

Diözese bemüht sich um gute Regelung

Diözese bemüht sich um gute Regelung<br />
Zwischen Pfarrer Saji Joseph Kizhakkayil (im Bild) und den Ehrenamtlichen in Wald im Pitztal gibt es Unstimmigkeiten.
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Wald i. P.: Mitglieder des Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrates legten ihre Funktionen nieder

Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse und das Umwerfen bestehender Strukturen sorgen in Wald im Pitztal seit langem für Unmut – der Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat sind nunmehr zurückgetreten.
Von Martin Grüneis

Sowohl Bischof Hermann Glettler (Pastoralreise) als auch Pfarrer Saji Joseph Kizhakkayil (Urlaub) verweilen derzeit in Indien. Die Diözese
Innsbruck lässt angesichts des kircheninternen Konflikts in der Expositur Wald aber wissen, dass mit allen Beteiligten schon seit langem intensive Gespräche geführt werden. Die Diözese sei um eine gute Regelung bemüht. Leider habe sich aber noch keine befriedigende Lösung finden lassen. Aus dem Generalvikariat der Diözese wird betont, dass der schwelende Konflikt die in den vergangenen Jahren getätigten Bemühungen um das Wohl der Expositur, die von ehrenamtlicher Seite und von Priesterseite geleistet wurden, in keinster Weise schmälern. Eine klärende, gemeinsame Aussprache sei schon vor Weihnachten geplant gewesen und werde zeitnah nach Rückkehr von Pfarrer Saji stattfinden. Um die vermögensrechtliche Geschäftsfähigkeit der Expositur auch in der nächsten Zeit aufrecht zu erhalten, werde ehestmöglich von Seiten der Diözese übergangsmäßig ein Verwaltungsrat bestellt. Pfarrkoordinator Herbert Raggl bestätigt ebenfalls, dass es Unstimmigkeiten zwischen Pfarrer Saji Joseph Kizhakkayil und den Ehrenamtlichen in Wald gibt. Da aber noch Gespräche stattfinden, will er sich noch nicht konkret dazu äußern. „Bedauerlich“, so kommentiert Bürgermeister Josef Knabl die Umstände. Die Situation sei nicht ganz einfach und könne nicht pauschal beurteilt werden. „Die Walder haben das bisher tadellos gemacht“, erklärt Knabl. Daher verstehe er, dass es nicht gut ankommt, wenn auf einmal an seit Jahrzehnten bestehenden Strukturen gerüttelt wird. Zugleich zeigt der Bürgermeister auch ein wenig Verständnis für Pfarrer Saji, dass dieser anhand des Kirchenrechts das vorherrschende Gefüge umzubauen versuche, denn „auch ich muss mich als Bürgermeister ans Gesetz halten“. Ob der bereits erwähnten guten Arbeit der Ehrenamtlichen in Wald, wäre es laut ihm aber besser gewesen, Altbewährtes zu belassen. „Die Leute machen das ehrenamtlich – das muss akzeptiert und wertgeschätzt werden“, sagt Knabl. Das Gemeindeoberhaupt rechnet damit, dass – obwohl noch Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden – wahrscheinlich noch heuer ein neuer Priester kommen wird.

ZAHLEN ZUR DIÖZESE INNSBRUCK. Traditionell veröffentlichen die österreichischen Diözesen ihre Statistiken zu Jahresbeginn. Demnach engagieren sich rund 25.000 Menschen ehrenamtlich in der Diözese Innsbruck. Mit 31. Dezember 2022 beträgt die Zahl der Katholiken in der Diözese Innsbruck 359.169 (Dekanat Imst: 20.045, Silz: 23.972, Telfs: 27.425). Gegenüber 2021 (365.151) wird damit ein Rückgang von 1,64 Prozent verzeichnet. Im Jahr 2022 gab es in der Diözese Innsbruck 6.004 Austritte (Imst: 310, Silz: 337, Telfs: 530). 302 Personen entschieden sich zu einem Wiedereintritt (Imst: 12, Silz: 14, Telfs: 33), 51 Menschen haben ihren Austritt widerrufen (Imst: 0, Silz: 2, Telfs: 7). 12 Menschen wechselten aus einer anderen Religionsgemeinschaft in die katholische Kirche (Imst: 3, Silz: 0, Telfs: 2).
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