Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Glanzlichter | 12. Mai 2020 | Meinhard Eiter

Kreißsaal & Jagdhochsitz

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Liebe Freunde der neuen Normalität!
 
Im Zweifel Zuhause bleiben. Das ist wohl der beste Tipp, um in der Phase zwei der Corona-Krise über die Runden zu kommen. Denn: Wer unter die Leute will, der marschiert durch einen Dschungel von Verordnungen, die nicht immer leicht zu überblicken sind. Eng wird‘s im öffentlichen Verkehr. Im Zug oder im Bus herrscht Maskenpflicht. Der notwendige Abstand von einem Meter zum Nachbarn ist aber nur schwer einzuhalten. Im wahrsten Sinn des Wortes die Luft weg bleibt künftig den Gebärenden. Sie sollen im Kreißsaal ihre Kinder ebenfalls mit Mund-Nasen-Schutz zur Welt bringen. Wie das neun Monate vorher, bei der Zeugung, geregelt ist, findet sich derzeit noch in keinem Erlass. Allein der Gedanke an die Geburt scheint aber beim Fortpflanzungsversuch den Spaß ziemlich zu verderben. Da haben es in Zeiten wie diesen ausländische Jagdpächter besser. Sie dürfen nämlich derzeit trotz strenger Einreisebestimmungen über die Grenze in hiesige Reviere ohne ärztliche Atteste eindringen. Das betrifft in Österreich immerhin circa 300 von insgesamt 1300 Jagdgebieten. Hegen und Pflegen samt Vollpension am Hochsitz lautet da ein Nischenprodukt für die leidgeplagte Tourismusbranche. Ob die genannte Regelung damit zusammenhängt, dass die heimischen Waidmänner ihre Abschusspflicht kaum bis gar nicht erfüllen, lässt sich aus dem entsprechenden Gesetzestext nicht herauslesen. Böse Zungen behaupten, dass es sich die Leute mit Geld, Macht und Einfluss eben richten könnten. Über konkrete Maßnahmen im Umgang mit schwangeren Jägerinnen ist nichts zu lesen. Vielleicht können die ja nach der Brunftzeit im Sanatorium über eine Zusatzversicherung mit Lachgasunterstützung und künstlichem Sauerstoff sanfter gebären.

Meinhard Eiter
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