Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Verhexte Kinderbücher

Kinder-Workshop in Zams

Kürzlich hieß es in Zams: Raus mit den Farbstiften und ran ans Hexenbuch-Zaubern. Die Kunst- und Kulturinitiative Zams organisierte nämlich den Kinder-Workshop „Verhext – ein verhextes, kleines Kinderbuch entwickeln“ mit Illustratorin Monika Maslowska. Viele Kinder kamen und konnten ihr eigenes kleines Buch mit nach Hause nehmen.
13. Feber 2024 | von Kathrin Gruber
Verhexte Kinderbücher
Ein Koffer voller Bilderbücher. Die Kunst- und Kulturinitiative Zams organisierte einen Kinder-Workshop mit Illustratorin Monika Maslowska. Im Bild: Miwa Burger, Illustratorin Monika Maslowska und Michaela Thöni-Kohler (v. l.) RS-Foto: Gruber
Damit aus einem Blatt Papier ein Kinderbuch wird, braucht es so einiges. Was genau, erklärte Illustratorin Monika Maslowska im von der KuKu-Zams organisierten Kinder-Workshop „Verhext – ein verhextes, kleines Kinderbuch entwickeln“. Dazu kamen rund zwanzig eifrige Kinder in den Werkraum der Volksschule Zams, um einen zauberhaften Nachmittag zu verbringen.

EIN BUCH ENTSTEHT. Zu Beginn des Workshops lud die bekannte Illustratorin die Kinder in den Sitzkreis und las aus ihrem illustrierten Bilderbuch „Das Beste-Hexe-Test-Turnier“ vor. Dabei besprach sie mit ihnen die Details des Buches, wie den roten Faden, der sich Seite für Seite durch das Buch zieht. Auch die Eigenheiten der einzelnen Hexen und wie ihre Namen, Aussehen und Zauberutensilien zusammenpassen, wurde von den Kindern genau unter die Lupe genommen. Dass so ein Buch Zeit braucht, zeigte sie anhand ihres Storyboards. „Das schwierigste ist die Idee, man muss sich genau überlegen, wie eine Figur aussieht und warum“, erklärte sie. Für ein Bild braucht die Illustratorin schon mal zwei bis drei Tage, bis ein Buch fertig ist, kann ein halbes Jahr vergehen.

EIN EIGENES BUCH HEXEN. Jedes Kind hatte die Möglichkeit sein eigenes kleines Hexenbuch zu kreieren. Dazu sollte es sich einen eigenen Hexennamen, Zauberspruch und Zaubermittel genau überlegen und zu Papier bringen. Gezaubert wurde, wie bei jedem Bild, mit Farben. Dabei entstanden viele magische kleine Bücher, welche zum Abschluss in der Runde vorgelesen und gezeigt werden konnten. Einen Tipp hatte Monika Maslowska auf die Frage, was bei einem Fehler zu tun sei. „Es gibt da eine Erfindung, die heißt Radiergummi“, stellte sie fest und versicherte, dass er auch ihr treuer Begleiter bei der Arbeit sei.

EINE ILLUSTRATORIN PLAUDERT AUS DEM NÄHKÄSTCHEN. Monika Maslowska kam mit neun Jahren von Polen nach Innsbruck, mit ihr ein Koffer voller Farben und ein Kopf voll wunderschöner Bilder, die sie seit Jahren auf Papier verewigt. Bereits 20 Bücher wurden von ihr illustriert, alle handgemalt und mit liebevollen Details ausgeschmückt. Inspiration findet sie beim Blick aus dem Fenster, sei es in Form von Farbkombinationen oder kleinen Details für ihre Bilder. Besonders gerne illustriert sie neben lustigen Kinderbüchern poetische Texte. Auch ernste Themen wie Tod, Krieg und Arbeitslosigkeit sind in ihren Werken zu finden. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mit dem Label „Wolkenzoo“ lässt sie märchenhafte Bilder aus ihren Büchern in den Alltag springen und verewigt die Designs auf Tassen, Taschen und vielen anderen Produkten.
Verhexte Kinderbücher
Vom Storyboard zum fertigen Bild. Illustratorin Monika Maslowska zeigte den langen Weg von der Idee bis zum fertigen Bilderbuch. RS-Foto: Gruber

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