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Landeck | Wirtschaft | 24. August 2020 | Daniel Haueis

Tests und Masken

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Anstehbereich der Silvrettabahn in Ischgl Foto: TVB Paznaun – Ischgl
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Paznaun: Sicherheitsstandards für die Wintersaison

Im Paznaun wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um die Gesundheit und Sicherheit von Gästen, Mitarbeitern und -Einheimischen auch in der Wintersaison bestmöglich zu gewährleisten.
Von Daniel Haueis

„Die Gesundheit hat oberste Priorität“, sind sich Bgm. Werner Kurz, die TVB-Vorstände Alexander von der Thannen, Arnold Tschiderer und Michael Zangerl sowie die Vorstände der Silvrettaseilbahn AG Markus Walser und Günther Zangerl einig. Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, werde es heuer zu Beginn der Saison kein Konzert geben: „Wir wollen die Natur und unser weitläufiges bis in das Schweizer Samnaun reichende Top-Skigebiet mit einer täglich präparierten Pistenfläche von 500 Hektar in den Mittelpunkt stellen. Die Details zum alternativen Winterstart werden wir im Herbst vorstellen“, betonen die Verantwortlichen.

TESTEN, TESTEN, TESTEN – AUCH DAS ABWASSER. Die Vorbereitung spezieller Gesundheits- und Hygienerichtlinien wurden in Abstimmung mit Experten sowie den Bergbahnen des Tales und von Samnaun bereits abgeschlossen – sie werde im gesamten Paznaun „weit über behördliche Vorgaben hinaus“ umgesetzt. So sollen kommende Wintersaison alle Mitarbeiter mit einem aktuellen negativen Covid-19-Test anreisen bzw. vor Ort vor Saisonstart getestet werden. Während der Wintersaison wird Mitarbeitern dann eine laufende Testmöglichkeit geboten, um Gäste als auch Arbeitskollegen bestmöglich zu schützen. Gästen wird empfohlen, beim Check-In in den Hotelbetrieben ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, vorzuweisen. „Wer kein Testergebnis vorlegen kann, für den besteht das Angebot einer freiwilligen Testmöglichkeit in der örtlichen Gäste-Screeningstation“, sagt TVB-Obmann Alexander von der Thannen. Zusätzlich sollte beim Check-In eine Temperaturmessung vollzogen und ein kurzer Fragebogen beantwortet und unterschrieben werden. In Ausarbeitung befindet sich eine personalisierte Contact-Tracing App, die den Kontaktkreis der Gäs-te feststellt und damit ebenfalls zur Sicherheit beiträgt. „Im Sinne der Prävention setzt man im Paznaun auch auf Abwassermonitoring, eine Initiative des Landes Tirol, die in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck landesweit eingesetzt wird“, bekräftigt Bgm. Werner Kurz. Diese laufenden Abwassertests sollen die Früherkennung potenzieller Infektionen ermöglichen.

SEILBAHNDESINFEKTION. Auch die Seilbahn setzt Maßnahmen, die mit den aktuellen rechtlichen Vorgaben übereinstimmen, „in weiten Teilen aber deutlich über diese Mindestanforderungen hinaus“ gehen, erklärt Günther Zangerl. Es werden alle Seilbahnkabinen laufend mittels Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert, um 99,99 Prozent der Viren, Bakterien und Sporen zu eliminieren. Dieselbe Methode wird auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet. Bei allen Bediensteten werden täglich vor Arbeitsbeginn Fiebermessungen durchgeführt, verpflichtend ist eine Eingangstestung samt möglicher Folgetestungen jener Mitarbeiter, die im Kundenkontakt stehen. Wintersportler haben bei Fahrten mit Sesselbahnen und Liften in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen – hierfür hat die Silvrettaseilbahn AG 600000 Multifunktionstücher angeschafft, die die Gäste beim Kauf eines Skipasses als kostenlose Zugabe erhalten. Der Mund-Nasen-Schutz ist auch an neuralgischen und besonders gekennzeichneten Bereichen verpflichtend; auch die Bediensteten mit Kundenkontakt werden einen solchen Schutz tragen. Die Anstehbereiche werden unabhängig von den aktuellen rechtlichen Vorgaben technisch so organisiert, dass eng zusammenstehende Personengruppen möglichst vermieden werden. „Um die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes zu gewährleis-ten, werden wir – abhängig von der Auslastung – auch die Zutritte zu unseren Gastronomiebetrieben am Berg, die im Hinblick auf erforderliche Hygiene-Schutzmaßnahmen aktuell adaptiert werden, limitieren“, so Markus Walser.

APRES-SKI MASSIV EINGESCHRÄNKT. Einig ist man sich im Paznaun auch in puncto Eindämmung des „Partytourismus“: „Gesetzliche Vorgaben werden diesen Bereich drastisch einschränken, Après-Ski beispielsweise wird es in der bisherigen Form diesen Winter so nicht mehr geben.“ Abgesehen von behördlichen Auflagen für die kommende Saison werde man aber auch in diesem Segment langfristig qualitative Maßnahmen in Ischgl setzen. Die Details zu den in finaler Abstimmung stehenden Beschränkungen werden ebenfalls im Herbst präzisiert.
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