Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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„Einheit in Vielfalt“

Bischof Hermann Glettler besuchte Seelsorgeraum Zwischentoren

An drei Tagen – von Freitag, dem 29. September bis Sonntag, den 1. Oktober – besuchte Bischof Hermann Glettler die acht Gemeinden des Seelsorgeraums Zwischentoren. Bei zahlreichen Begegnungen mit Ministranten, Senioren, Haupt- oder Ehrenamtlichen gab er sich bürgernah und hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Menschen vor Ort. „Einheit trotz vielfältiger Ansichten zu finden“ – benannte Glettler als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
2. Oktober 2023 | von Juliane Wimmer
Feierliche Abschlussmesse in Bichlbach: Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler besuchte drei Tage lang den Seelsorgeraum Zwischentoren.
Von Juliane Wimmer.
Pfarrer Tomasz Kukulka und das Pastoralteam freuten sich über den hohen Besuch aus Innsbruck am letzten September-Wochenende. Der Zeitplan war eng gesteckt. Es stand viel auf dem Programm.

DISKUSSIONSFREUDIGER FREITAG.
Am 29. September besuchte der Bischof die Schulen von Heiterwang und Ehrwald sowie die Tagespflege des SGS Zwischentoren. Nach der Messfeier in Berwang fand unter dem Motto „Was macht das Leben in Zwischentoren lebenswert?“ ein Diskussionsabend in Lähn statt. Bereits dort hörte der Bischof, was die Menschen in Zwischentoren derzeit bzw. immer noch bewegt: die mögliche Wiedereröffnung des Ehrwalder Hallenbades, der viele Verkehr auf der B179 und das Gelingen eines nachhaltigen Tourismus.

SCHWUNGVOLLER SAMSTAG.
Samstagfrüh traf sich Glettler mit den Gremien und Ehrenamtlichen des SR in Biberwier. Am Nachmittag gab es einen Seniorennachmittag in Lermoos. Besonders viele Ministranten zog es außerdem nach Ehrwald. Dort wartete jede Menge Spiel, Spaß und Action auf sie, bevor man abends zusammen mit dem Chor „Spirit“ eine „schwungvolle“ Messe für jedermann zum Mitsingen feierte. Glettler dankte den jungen Menschen für ihr Engagement und erklärte: „Wir alle sind 'Jesus-People', Jesus ist der wahre Influencer des Lebens.“
FEIERLICHER SONNTAG.  Die feierliche Abschlussmesse mit dem Biberwierer Chor „Four Voices“ und der heimischen BMK fand am Sonntag in Bichlbach statt, das heuer sein 600-jähriges Pfarrjubiläum hat. In seiner bewegenden Rede sprach Bischof Hermann vom „Projekt Gottes“, das alle Menschen und die Schöpfung miteinbezieht. „Was können wir tun, damit wir als Gemeinschaft wachsen?“, fragte er, „es geht so schnell, dass man sich auseinanderdividiert (...) Einheit in Vielfalt zu leben, sich einander trotz unterschiedlicher Überzeugungen auszuhalten – das ist eine der größten Herausforderung unserer Zeit“, erklärte der Bischof.

GEBET & SOZIALES ENGAGEMENT.
Am Samstag – wie auch am Sonntag – forderte der Bischof alle Kirchenbesucher, Jung und Alt, auf, ihren Glauben zu pflegen und zu vertiefen: Nicht nur „Ja (zum Christsein) sagen“, sondern auch „Ja“ tun. „Nehmt Euch zehn Minuten Zeit am Tag für ein stilles Gebet.“ Auch die „Freundschaft zu Jesus“ will gepflegt sein. „Weggemeinschaften bilden (...) weg von der Selbstbezogenheit hin zum sozialen Engagement“ – das soll auch Thema bei der kommenden Weltbischofssynode Anfang Oktober in Rom sein. In den Gemeinden Zwischentorens sorgte der Besuch des Bischofs in jedem Fall für „viele interessante Begegnungen und Gespräche, die noch lange zum Nachdenken und Handeln anregen werden“, hielt Seelsorgeraumleiter Pfarrer Kukulka am Ende der Festmesse fest. Zu guter Letzt ließ man die gemeinsamen Tage mit einer geselligen Agape ausklingen.
„Einheit in Vielfalt“
Bei zahlreichen Gesprächen und Begegnungen hatte Bischof Glettler immer ein offenes Ohr für die Belange von Jung und Alt. RS-Fotos: Wimmer

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