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Telfs | Chronik | 14. Juni 2022 | Gebi G. Schnöll

„Lockpfosten“ sollen zu Bauernhöfen locken

„Lockpfosten“ sollen zu Bauernhöfen locken
Stellten das „Lockpfosten-Projekt vor“: V.l. LK-Präsident Josef Hechenberger, JB/LJ-GF Notburga Heim, Bernhard Wolf, Gottfried Mair (Regional Tirol) und Regina Wolf. RS-Foto: Schnöll
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Holzposten mit Informationstafeln bringen dem Betrachter die Vielfalt der Tiroler Landwirtschaft näher

Sogenannte „Lockpfosten“ sollen künftig landesweit Wissen über die Tiroler Landwirtschaft vermitteln. In der Schweiz und in Vorarlberg bewähren sich die Pfosten mit Infotafeln und dem weiterführenden QR-Code seit geraumer Zeit. Auf den „Lockpfosten-Tafeln“ können die Landwirtschaftsbetriebe auch Informationen über ihren Bauernhof platzieren. So können sich Interessierte ganz unkompliziert über die Arbeit am Hof informieren.
Von Gebi G. Schnöll

Die „Lockpfosten“ sind 2,6 Meter hoch und mit einer kleinen, weißen Informationstafel versehen, auf der ein Begriff groß hervorgehoben wird. Die Tafeln sollen beim Betrachter das Interesse wecken und ihn dazu anregen, näher zu treten und auch das Kleingedruckte zu lesen. Auf den Tafeln finden sich Infos zur Art der landwirtschaftlichen Produktion in der Umgebung des „Lockpfostens“. Derzeit stehen sechs verschiedene Themen zur Verfügung. Die Tafeln informieren über Almwirtschaft, Grünland, Obst- und Gemüseanbau sowie über Getreide und Biodiversität. Initiator der „Lockpfosten-Offensive“ ist Gottfried Mair von Verbund „Regional Tirol“, der sich für die Vermarktung der Produkte heimischer Landwirtschaftsbetriebe einsetzt. „Die Lockpfosten habe ich bereits vor vielen Jahren in der Schweiz gesehen. Ich finde das simple, aber informative Konzept super und wollte das auch den Tiroler Bauern zur Verfügung stellen. Wir haben jetzt mit der ersten Serie gestartet und schauen, wie die Lockpfosten von den Landwritschaftsbetrieben angenommen werden. Wenn gewünscht, werden die Inhalte der Infotafeln entsprechend erweitert“, erklärte Mair am Dienstag vergangener Woche bei einem Pressegepräch am „Zottelhof“ in Leutasch, der von Regina und Bernhard Wolf betrieben wird. 

UNKOMPLIZIERTE CHANCE. Das „Lockpfosten-Projekt“ wird auch von der Landwirtschaft und der Jungbauernschaft/Landjugend (JB/LJ) unterstützt. LK-Präsident Josef Hechenberger sieht im Projekt eine unkomplizierte Chance zur Kommunikation mit der Bevölkerung. „Wir wissen, dass das Interesse gegenüber der Landwirtschaft grundsätzlich groß ist. Wir sehen aber auch, dass das Wissen über die landwirtschaftliche Produktion immer weniger wird. Die Lockpfosten sollen ein kleiner Beitrag zur Wissenvermittlung sein. Durch die gut platzierten Infoschilder und die weiterführenden Links werden analoge und digitale Welten verbunden, was eine große Chance ist. Die Inhalte können so ständig aktualisiert und erweitert werden!“ 

TAFELN ANFORDERN. Die Infotafeln sind ab dem 20. Juni über die Bezirkslandwirtschaftskammern, Regional Tirol und die Jungbauernschaft/Landjugend erhältlich. „Wir haben bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Aktionen gestartet, um das Augenmerk der Bevölkerung auf die verschiedenen Leistungen unserer Bauern zu lenken. Mit den Lockpfosten wollen wir dauerhaft und auf charmante Art Wissen über die Tiroler Landwirtschaft vermitteln. Um einen Überblick zu erhalten, laden wir alle Betriebe ein, sich auf unserer Homepage zu registrieren und uns ein Foto ihres Lockpfostens zu schicken, damit wir die bunte Vielfalt auch auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlichen können. Wir freuen und auf viele tolle Bilder von Lockpfosten“, erklärt JB/LJ-Geschäftsführerin Notburga Heim. 

PRÄSENTATIONS-PLATTFORM. Für  Regina und Bernhard Wolf vom „Zottelhof“ sind die „Lockpfosten“ eine gute Gelegenheit auf ihre Arbeit und Direktvermarktung aufmerksam zu machen: „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt eine Plattform erhalten, auf der  über unsere Leistungen informiert wird und jeder Betrieb sich ganz unkompliziert beteiligen kann. Es gibt viele Fragen um die Landwirtschaft, die mit den Lockpfosten beantwortet werden können!" Ausführliche Infos findet man unter: tirol.lko.at/lockpfosten
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